Ars Magica ist ein Rollenspielsystem, das in der Welt des realen Mittelalters spielt. Das heißt, alle historischen Ereignisse, die z.B. um 1200 in Europa stattgefunden haben, haben dies auch in der Welt von Ars Magica. Es gibt allerdings einen gravierenden Unterschied zu dem in Geschichtsbüchern überliefertem Mittelalter vergangener Zeiten: Die Legenden sind wahr! Alles, was die Menschen sich in Märchen und Geschichten erzählten, hat nicht nur einen wahren Kern, sondern existiert tatsächlich. Es gibt sie alle, die Magier, Hexen, Dämonen, Drachen und natürlich auch Nessie.

Die Magier leben in sogenannten „Bünden“, wie z.B. einer abgelegenen Burg in Irland. Zur Organisation des täglichen Lebens (für das Magier nicht sonderlich geeignet sind *g*) gibt es die „Grogs“ (z.B. Schmiede, Bäcker, Soldaten, Mägde...). Menschen, denen die Magier besonders vertrauen, haben den Rang von „Gefährten“ (z.B. Hauptmann der Wache, Haushofmeister, Barde...). Die meisten Magier sind, im Unterschied zu „Heckenmagiern“, hermetische Magier und unterliegen somit dem Kodex des Hermes. Darin werden Dinge wie das Nicht-Einmischen in die weltliche Politik, Geheimhaltung oder Zauber-Duelle geregelt. Jeder hermetische Magier gehört gleichzeitig einem „Haus“ an. Diese Häuser unterscheiden sich hinsichtlich der preferierten Magieform oder der Stellung innerhalb der Magiergemeinschaft. Ein Flambeau neigt dazu, Probleme mit viel Feuer aus dem Weg zu räumen, ein Tytalaner will sich mit allem und jedem im Wettstreit messen, die Bjornaer sind Gestaltwandler und so fort.

Jeder Spieler hat grundsätzlich zwei Charaktere: Einen Magier/Maga und einen Gefährten/Gefährtin. Wenn die Magier mit Studieren und Lernen beschäftigt sind, dann spielt man mit den Gefährten weiter. Braucht man aber magische Unterstützung, steigt man auf den anderen Charakter um. Sind beide Charaktere beschäftigt, kann man auch einen der NPCs übernehmen, oder sich einfach noch einen anderen Charakter bauen. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht kompliziert, ist es aber eigentlich nicht. In der Möglichkeit, mehrere Charaktere in einem System spielen zu können, liegt einer der Reize von Ars Magica. Ein anderer besteht darin, dass nicht für jede einzelne Aktion, sei sie auch noch so simpel, ein Würfelwurf notwendig ist. Das liegt natürlich auch ein bisschen am Verhalten des einzelnen Meisters, aber grundsätzlich wird viel Wert auf das Ausspielen und die gute Darstellung der einzelnen Figuren gelegt. Wenn gewürfelt wird, benutzt man einen W10.

Die Künste Die Häuser Hermetischer Glossar



© 2003, Monika Scharf