Die Abenteuer der Magier und Gefährten in der 28. Ars Magica Runde



Gegen Ende des Sommers kommt Michael zurück und gibt den Magiern ihre Siegel zurück. Er konnte der Versuchung widerstehen, sie auf der Reise als Brennholz zu verwenden.
Nun wird es Zeit, einen neuen Bundvorsteher zu wählen. Niko, Annie und Medea stellen sich zur Wahl. Die Magier entscheiden sich für eine geheime Wahl und schreiben die Namen auf ein Stück Pergament. Michael zählt aus. Es gibt zwei Wahlgänge, weil Niko und Annie zunächst gleich viele Stimmen haben. „Die Person, die sich enthalten hat, möge bitte diesmal für jemanden stimmen,“ brummt Michael schlecht gelaunt. Schließlich gewinnt Niko die Wahl mit einer Stimme Vorsprung.
Naja, denkt sich Annie, ich hab eh großen Einfluß darauf, was er tut.

Severin zieht im Herbst nach Bund Aquanox um, und die Bundbewohner machen auf Michaels Vorschlag hin ein Ritual für die Installation einer Aegis.
Frenja hat inzwischen die Zutaten für ihren Langlebigkeitstrank gefunden: zum Beispiel muss sie die Lösung für das Criamon Rätsel Wind finden. Grimbol, der mit großer Schnirbelschnecke und kleiner Schnirbelschnecke befreundet ist, nimmt sie mit auf deren Bund.
Die beiden Criamon meinen nur, dass sei Manuelas Rätsel, die Lösung dazu können sie Frenja nicht sagen.

Am 17. Oktober setzen bei Annie die Wehen ein. Dana und Blanche kümmern sich um sie. Um 18.15 Uhr wird ein Sohn geboren. Niko besteht auf einen griechischen Namen. „Caitleen hat ja schon einen keltischen Namen.“ Schließlich einigen sie sich auf Menelaus. Zwei Tage später tauft Anselm den Jungen auf den Namen Menelaos Stefanos Xenophanis.

Franziskus sucht derweil auf der Insel nach Dämonen. Michael nimmt ihn schließlich zur Seite, und erklärt ihm, woran man Dämonen erkennt.
Gegen Ende Herbst diskutieren die Magier über die Zutaten für ihre Langlebigkeitstränke. Die Grogs sollen die Reise vorbereiten. Erstes Reiseziel wird allerdings das Stammhaus der Guernicus sein, denn Michael soll Jacqueline dorthin bringen. Im Winter lernen die Magier noch ein wenig, am ersten März brechen alle Magier, außer Niko, Frederick und Grimbol, die noch keinen Trank brauchen, auf.
Zunächst segeln sie Richtung Korsika. Unterwegs bekommen Susanna und Robin plötzlich bunte Flecken: anscheinend sind sie allergisch auf das Fehlen von Magie.
In Korsika gehen zunächst Michel, Ilja und Franziskus von Bord.
Franziskus heuert einen Führer namens Mario an, während Michel und Ilja zwei Kutschen und zehn Pferde besorgen. Am nächsten morgen reisen sie Richtung Bologna ab. Der Führer reist nur bis Christo mit, dann verabschiedet er sich.
Am nächsten Tag erreicht das Bundvolk ein italienisches Landgut mit hoher Mauer. Ein Magier öffnet, bittet die Gäste ins Gästehaus. Michael geht mit Jacqueline ins Herrenhaus. Während er warten soll, wird die völlig verängstigte Jacqueline zu einer ausgesprochen häßlichen Frau geführt, die von den anderen Magiern Katja ex Guernicus genannt wird. Und auf einmal muss Jacqueline wieder an ihre schreckliche Kindheit denken, während die Frau sie durchdringend ansieht.

Ins Gästehaus kommen zwei Magier, die schöne Claudia und der dicke Pascal ex Guernicus. Nicht gerade unauffällig befragen sie Magier und Gefährten, was sie so über Jacqueline wissen. Nachts schleicht außerdem noch ein Guernicus ums Haus und bewacht es.

Am nächsten Morgen bringt Michael Jacqueline wieder ins Herrenhaus. Sie steigen die Treppe hinab in den Keller. Dort verbindet jemand Jacqueline die Augen. Sie hatte noch nie so viel Angst, außer damals als Kind, wenn ihre Eltern Dämonen beschworen haben.
Jacqueline wird auf einen Stuhl gesetzt, während die Guernicus über ihr Urteil beraten. Michael setzt sich sehr für Jacqueline ein: schließlich könne sie nichts dafür, dass ihre Eltern Dämonenbeschwörer waren, eine Gedächtnislöschung müsste völlig genügen. Die anderen Guernicus stimmen zu, und nun machen sie ein Ritual, um ihr Gedächtnis zu löschen und ihr neue Erinnerungen einzupflanzen. Jacqueline erinnert sich nur noch an eine relativ glückliche Kindheit unter Gauklern.
Anschließend wird sie unter Michaels Aufsicht gestellt: ein guter Mentem Magier könnte an die verschütteten Erinnerungen kommen, und so herausfinden, wie man Dämonen beschwört. Um das zu verhindern, wird unter Androhung der Todesstrafe verboten, auf Jacqueline zu zaubern. Michael soll aufpassen, dass sich auch alle Magier daran halten.
Am nächsten Morgen reisen sie weiter, Richtung Rimini.

Am 11. April, das Bundvolk ist gerade in den Abbruzzen unterwegs, sieht Annie einen Zephyr in der Nähe fliegen. Sie braucht den Hauch eines Zephyrs für ihren Langlebigkeitstrank. Ohne zu zögern fliegt sie zu ihm. „Entschuldigt, Herr Zephyr, würdet ihr bitte in diese Flasche hineinhauchen?“
Der Zephyr ist neugierig: „Wozu denn?“
Annie erklärt ihm, dass sie seinen Atem für einen Trank braucht. Robin und Susanna rennen herbei und spielen eine Weile fangen mit dem Zephyr. Anschließend haucht er auch in Annies Flasche.
Die Reise kann weitergehen, und zwar nach Verdi, zum Stammhaus der Verditius. Es lieg in einem engen Canyon, der von schwarzen Mauern verschlossen wird. Dahinter erkennt man beeindruckende Kuppelbauten und Türme. Frenja klopft und stellt sich vor. Auf einmal kommen zwei riesige Golemwächter zum Tor heraus.
„Dämonen!“ schreit Franziskus, zieht sein Schwert und will angreifen. Ilja und LaForte reagieren schnell, packen den Ritter und halten ihn zurück. Währenddessen kommt Zesterwa ex Verditius heraus und begrüßt Frenja.
Franziskus lässt sich nicht einfach von Söldnern festhalten. Söldner sind ja eh der letzte Abschaum! Also schleudert er LaForte und Ilja weg.
Nun sieht Ilja rot. Diesen verdammten Ritter kann er eh nicht leiden, und es hat verdammt noch mal niemand das Recht, ihn einfach weg zu schleudern. Knurrend stürzt er sich auf Franziskus.
Doch auf einmal verlieren sowohl Ilja als auch Franziskus das Bewusstsein.
Michael entschuldigt sich bei Zesterwa: „Das sind neue Grogs, die wissen noch nicht, wie man sich benimmt.“
Zesterwa nickt und bittet die Magier herein. Ilja und Franziskus werden von den Golems getragen.

Innen werden die Kunstwerke der Verditii bestaunt. Es gibt sogar Aufzüge! Die Gäste werden in einem Turm untergebracht.
Am nächsten Abend führt Frenja die anderen in eine prunkvolle Halle mit ausgestellten Meisterwerken der Verditii. Sie nehmen an einer großen Tafel Platz. Stuoritus, der Primus und Vorsteher, leistet ihnen Gesellschaft. Michael nutzt die Gelegenheit, Vis gegen einen lupenreinen Diamanten zu tauschen und Frenja gibt Franziskus einen Armreif: „Der grüne Stein verfärbt sich rot, wenn Dämonen in der Nähe sind. So könnt Ihr Dämonen besser erkennen.“ behauptet sie. Tatsächlich hat der Armreif überhaupt keine magischen Eigenschaften, aber so kann man sicher gehen, dass Franziskus nicht wieder Golems angreift.
Am nächsten morgen redet Frenja mit Stuoritus wegen einer Zutat: sie braucht ein Stück eines Meisterwerks. Stuoritus will, dass sie ihm dafür einen Lehrling findet.

Am nächsten Tag reisen sie weiter. Nach vier Tagen erreichen sie Ternin, vier Tage später Rom. Sie mieten sich für eine Woche in einem kleinen Gasthof ein. Constantina, die Gänsefedern braucht, kauft eine Gans und lässt sie rupfen. Annie braucht ein Wahrsagemittel, das ihren Tod vorhersagt. Doch all die Wahrsager, die sie fragt, sind unfähig. Michel besorgt für Constantina eine Europakarte. Die kosten vier Pfund im Laden, der zu gut bewacht wird, als das Michel die Karte einfach stehlen könnte.
Vier Pfund erscheinen dem Dieb zu viel, so bittet er den Händler, dass er die Karte kopieren darf. Das kostet auch nur ein Pfund.
Jacqueline geht mit LaForte, den Russen und Michel in eine Kneipe zum Tanzen. Sie verdient 15 Pence.
Michael reist allein nach Tivoli. Eine Familie dort hat einige der Zutaten, die er braucht. Michael macht sich unsichtbar, unhörbar und unfühlbar und bricht ein. Er findet das gesuchte Prätorianerschild und stiehlt es. Als er zurück kommt, beichtet er natürlich sofort.

Am 28. April gehen Annie und Medea als Pilgerinnen in den Vatikan, mit Franziskus als Geleit. Sie brauchen einiges aus dem Vatikan. Doch schon vor den Toren schaltet sich die Parma Magica ab und die Magierinnen bekommen rasende Kopfschmerzen. Also können sie nicht selbst ihre Zutaten besorgen.
Michel besorgt derweil für Frenja eine ketzerische Schrift auf dem Schwarzmarkt. Am 6. Mai hat er auch die Europakarte fertig. Der Kartenhändler möchte ihn glatt behalten, da er sehr gut ist im Karten kopieren und bietet ihm eine Stelle mit sehr gutem Gehalt an. Wenn Michel nicht den Magiern verpflichtet wäre und Michael Jacqueline gehen ließe, würde er die Stelle sofort annehmen. Aber so, wie die Dinge liegen ...
Annie und Medea kommen zu ihm: gerüchteweise soll der Vatikan alles, was ihm schlecht vorkommt, in den Katakomben verstecken. Und sie brauchen einige der Gegenstände in den Katakomben. Könnte er vielleicht die Gefährten fragen, ob da einer von ihnen ne Idee hat?

Michel hat selbst gleich mehrere Ideen. Man könnte über die Katakomben der Stadt in die Katakomben des Vatikans einsteigen. Aber irgendwie hat er kein gutes Gefühl dabei.
Also nutzt er die Kontakte, die er bis jetzt in der Stadt geknüpft hat um herauszufinden, wie die Mönche in die Katakomben kommen. Aha, der Beichtstuhl in der kleinen Kapelle zur Rechten des Eingangs zum Vatikan! Normalerweise sitzt da auch nachts ein Mönch drin und ein Gardist läuft in der Kapelle Patrouille. Also machbar.
Bleibt nur noch die Frage, was dort herausgeholt werden soll.
Persönliche Dinge der Päpstin Johanna!!!
Das könnte sich schwierig gestalten. Trotzdem will Michel es versuchen. Aber erst, wenn sonst nichts mehr aus Rom und Umgebung gebraucht wird. Es könnte ja sein, dass er schnell die Stadt verlassen muss.

Michael läßt sich genauestens über seine Pläne informieren. Auch trägt er ihm auf, sofort zu ihm zu kommen, es sei denn, er wird verfolgt. Auf keinen Fall dürfen die Wachen zu den Magiern geführt werden!

In der Nacht vor dem geplanten Aufbruch der Magier schleicht sich Michel also zu den Mauern, die den Vatikan umgeben. Er sucht sich eine Stelle ganz in der Nähe besagter Kapelle und wartet, bis die Wachen, die auf den Zinnen patrouillieren, vorbei sind. Dann wirft er ein Seil mit Kletterhaken über die Mauer, klettert flink hinauf und springt hinüber auf das Dach der Kapelle. Dort versteckt er sich hinter dem Türmchen, bis die nächsten Wachen vorbei sind. Nun klettert er durch ein Dachfenster in den Dachboden der Kapelle und von dort auf deren Empore. Von hier aus hat er einen guten Überblick über den gesamten Chor.
Der Wachposten steht in der Nähe des Beichtstuhls, patrouilliert aber nicht. Umso besser! Nur muss Michel um ihn von hinten zu erwischen einmal um die gesamte Kapelle! Zum Glück stehen überall Säulen, die er als Deckung nutzen kann. Also schleicht er von Säule zu Säule bis zum einen Ende des Chores. Dort wartet er einen Moment ab, in dem die Wache nicht in seine Richtung schaut und flitzt hinter den Altar und gleich darauf hinter die Säule auf der anderen Seite. Puh! Dann noch die Säulen auf dieser Seite zurück und sich vorsichtig von hinten an den Wachposten anschleichen. Mit einer schnellen Bewegung schneidet er dem Mann die Kehle durch, so dass er nicht um Hilfe rufen kann. Allerdings hat Michel nicht bedacht, dass der Kerl eine schwere Rüstung trägt, die scheppern würde, wenn sie auf dem Boden aufschlägt. Unter Aufbietung all seiner Kräfte schafft es Michel doch den Mann vorsichtig abzulegen. Das leise Klirren könnte auch von normalen Bewegungen des Kerls stammen.
Nun schleicht sich Michel mit gezogenen Messern an den Beichtstuhl heran (- in welchem Teil soll der Geheimgang versteckt sein? Verdammt! Das hat ihm niemand gesagt! Mal logisch vorgehen: Am sichersten wäre der mittlere Teil, damit kein Beichtender rechts oder links zufällig draufstößt. -), reißt den Vorhang in der Mitte zur Seite und erwischt den überraschten Mönch, bevor der mehr als ein "Oh!" herausbringt. Nun schleppt er noch den Wächter in den rechten Teil des Beichtstuhls und sucht dann den Mechanismus, der den Geheimgang öffnet.

Der Hebel unter dem Sitz des Mönchs öffnet die Rückwand und gibt den Blick auf eine in großen Abständen beleuchtete Treppe frei, die nach unten führt. Vorsichtig schleicht Michel hinunter. An deren Ende steht schon wieder ein Wächter, allerdings mit dem Rücken zur Treppe. Er sieht und hört Michel nicht, als dieser sich anschleicht und ihm mit schneller Geste die Kehle durchschneidet. Allerdings gibt es hier keine Möglichkeit, die Leiche zu verstecken. Also muss Michel auf sein Glück vertrauen.
Der Treppe gegenüber ist ein offener Raum, in dem anscheinend die Inventarlisten aufbewahrt werden. Dort sucht Michel nach den Sachen der Päpstin Johanna. Die sollen sich im Raum 204 befinden. Nur, wo ist der? Rechts und links der Treppe führt jeweils ein Gang weiter, der anscheinend öfter von Quergängen gekreuzt wird. Nach einer Weile sieht er, wie sich etwas vor ihm eine Tür öffnet. Mit einem schnellen Sprung drückt sich Michel an die Wand eines Querganges und wartet mit gezogenen Messern. Schon bald hört er langsam schlurfende Schritte. Als der Mönch auftaucht und ohne ihn zu sehen weiterschlurft, überlegt Michel kurz ihn einfach gehen zu lassen, aber wenn der Mönch zur Treppe kommt und dort den Toten sieht, wird er sicher Alarm geben. Also springt Michel wieder vor und schneidet auch diesem armen Kerl die Kehle durch. Anschließend zieht er die Leiche in den Raum, aus dem er gekommen war.
Nun beeilt er sich, da er nicht noch mehr Personen begegnen will, und findet schließlich Raum 204. Darin befinden sich mehrere Regale und Truhen, die zum Glück alle beschriftet sind. Michel findet eine Bürste, einen Handspiegel, ein paar Kleider und etwas Schmuck der Johanna und packt alles, was er tragen kann in den mitgebrachten Beutel.

Nun beeilt sich Michel wieder aus dem Vatikan herauszukommen. Zum Glück hat noch niemand die Toten bemerkt. Und diesmal muss sich Michel nicht um den ganzen Chor der Kapelle schleichen, sondern nimmt den direkten Weg zur Empore. Auf dem Dach hat er jedoch Pech: Als er gerade zur Mauer hinüberspringt, wird er entdeckt! Die Alarmschreie hallen durch die Nacht, als sich Michel über die Mauer schwingt und so schnell wie noch nie abseilt. Dann beeilt er sich in den Schatten der Häuser unterzutauchen.
Es gelingt ihm auch sich durch die Hintertür in das Gasthaus zu schleichen, in dem die Magier und Gefährten untergekommen sind. Michael steht auch schon bereit und versteckt den Beutel in seinen Habseligkeiten. Michel zieht derweil die blutbefleckten dunklen Kleider aus und wirft sie ins Feuer. Auch das Blut an den Händen wäscht er schnell ab und schüttet das rote Wasser weg. Er ist gerade damit fertig, als es heftig unten an die Tür klopft. Die Stadtwachen suchen zusammen mit den Vatikangardisten nach einem Einbrecher. Doch sie können hier keine Anzeichen finden, also entschuldigen sie sich bei den hohen Herrschaften und ziehen weiter.

Da inzwischen der Morgen graut, reist das Bundvolk schon ab, Richtung Sankt Nikola, das sie ein paar Tage später erreichen. Doch nun hat Michel jede Nacht schreckliche Alpträume vom Höllenfeuer. Kein Wunder, er hat ja im Vatikan jemanden ermordet.
Am 15. Mai erreichen sie Sankt Nikola. Und schon wieder muss Michel für die Magier stehlen: diesmal die Knochen eines Heiligen in der Basilika, während LaForte den Priester bewusstlos schlägt, holt Michel die Knochen. Als sie mit der Gruppe zusammentreffen, zieht ein Gewitter auf.
Ein Zeichen für den Zorn Gottes?

Fortsetzung folgt ...


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© 2004, 2005, 2006, Cristine Höfig, Monika Höfig