Die Abenteuer der Magier und Gefährten in der 29. Ars Magica Runde



Michel beichtet: „Pater, ich bin in den Vatikan eingebrochen und habe dort vier Menschen getötet.“
Anselm ist geschockt und wiedersteht nur knapp der Versuchung, Michel eine zu scheuern. Er hält erst mal „Rücksprache“ mit Gott. Der sendet ihm eine Vision: Michel soll das Kloster von Sweeney Kilemore wiederherstellen und Kreuzritter in Antiochia befreien.
Den Magiern sagt Anselm bestimmt: „Ihr steht ihm dabei nicht im Weg, ist das klar?!“ Die Magier wollen sich vor allem Anselm nicht in den Weg stellen.

Am 24. Mai erreichen sie den Bund von Medeas Pater - sie braucht seine Zunge für den Trank. Der Bund ist eine Burg hoch über dem Golf von Tarent.
Sie melden sich zunächst als Gäste an. Medea geht zu einer Criamon Magierin und bittet diese um Hilfe. Die gibt ihr fünf Bauern Muto Vis. Der Recht zwielichtige Mercurio ex Verditius gibt Medea fünf Bauern Corpus Vis im Austausch für ein Buch.
Derweil merkt Constantina, dass sie schwanger ist und führt ein Gespräch mit der erfahrenen Annie.
Am 25. Mai bittet Medea Michael, als Zeuge mitzukommen. Sie fordert ihren Pater Johanne Ex Bjoernaer zum Certamen in Muto. Er antwortet mit Corpus. Medea packt gleich alles Vis in den ersten Schlag, und es funktioniert, ihr Pater geht ko. Als Finalen Zauber reisst Medea ihrem verhassten Pater die Zunge heraus. Ja, geschafft! Triumphierend stolziert Medea davon.
Danach reist das Bundvolk sofort ab.

Medea muss herausfinden, wer ihre Eltern sind, denn ihr Pater hat ihr damals als Kind einfach das Gedächtnis gelöscht. Am 5. Juni erreichen sie ihr Heimatdorf in Sizilien, das Dorf Patti. Medea fragt den Priester nach dem Geburtenregister: in ihrem Geburtsjahr wurde ein Mädchen namens Paola Brunetti geboren, das wenige Jahre später verschwand. Medea erfährt außerdem, dass ihr Vater vor zehn Jahren starb. Sie besucht sein Grab, beschließt aber, nicht ihre noch lebende Mutter aufzusuchen. Besser die Vergangenheit ruhen zu lassen.

Am 12. Juni erreichen sie Syrakus, wo schon das Schiff auf sie wartet. Dort, im Hafenbecken versunken, sind ebenfalls Zutaten. Unter anderem eine Schriftrolle von Archimedes von Syrakus. Medea sucht das Hafenbecken als Delfin ab, findet aber nur Schlick und Schlamm. Mit der Lunge des Fisches leisten ihr Constantina, Annie und Frenja Gesellschaft. Sie schieben den Schlick weg und finden ein Mauerstück, das mal das Fundament eines Gebäudes war. Sie dinden einen kleinen Raum, schwemmen den Schlick hinaus.
Annie findet ein Sägeblatt mit zwei Bauern Creo und einem Bauern Perdo Vis, Frenja einen Hammer und Constantina eine Tafel mit Schrift. Abends tauchen sie wieder auf.

Die zuhause gebliebenen Magier lernen: Frederick Corpus aus einem Buch, Niko Perdo aus dem Buch der Zerstörung und Grimbol Intellego.
Außerdem macht Niko einen Ausflug zu Lorraine, um nach Vis zu suchen. Er findet dabei:
1Bauern Rego Vis in der Krone
1Bauern Rego Vis in dem Zepter
1Bauern Mentem Vis im Altar der Kapelle
1Bauern Perdo Vis im Richtschwert

Anschließend bittet er Lorraine um eine Privataudienz.
"Nun geehrte Königen Sweeny“, sagt er, "ich habe Dinge von Wert in eurer Krone, sowie in Eurem Zepter, im Alter der Kapelle und dem Richtschwert gefunden. Es sind keine große Mengen, allerdings wäre ich sehr erfreut, wenn wir ins Geschäft kommen würden.
Die Krone und das Zepter welches ihr besitzt werden Eurem Stande als Königin über 2 Königreiche gar nicht mehr gerecht. Sie sind zu Schlicht um Eure Macht wider zu spiegeln. Ich biete Euch an euch für den "Verlust" finanziell zu entschädigen, indem ich Euch jeweils etwas Neues herstellen lasse. Dasselbe gilt natürlich für das Richtschwert, es ist schon etwas verwittert durch sein enormes Alter. Ich werde Euch, mit Verlaub, ebenfalls ein neues zukommen lassen, oder Euch finanziell dafür entschädigen, wenn ihr selber eines herstellen lassen wollt.
Außerdem erhaltet ihr von mir ein schmuckes Prunkschwert, passend zu Eurer neuen Krone und Eurem neuen Zepter. Und lasst Euch versichert sein, ich werde dafür sorgen, dass ihr mit dieser Waffe keine Probleme mehr haben werdet Eure Feinde auf dem Feld der Ehre zu bekämpfen. Ich werde meine Magie dazu verwenden um Eure Fähigkeiten im Kampf mit dieser Waffe zu verbessern. Das Fleisch Eurer Feinde wird so gut wie keinen Widerstand mehr gegen diese Waffe leisten können.
Gepaart mit einer neuen Krone sowie Zepter bei Regierungsgeschäften und einem passenden neuem Schwert an eurer Seite auf dem Felde, werdet ihr noch viel mehr Respekteinflößender sein, als ihr es jetzt schon seid. Eure Widersacher werden sich hüten sich mit euch messen zu wollen!"

"Werter Meister Nikolas Stephanos Ex Tytalus“, erwidert Lorraine, "Euer Angebot ist verlockend, aber wie Ihr wisst, hat die Krone, das Zepter und das Schwert, das ich von meinem Vater geerbt habe (Gott hab ihn selig), auch großen ideellen Wert. Darum bitte ich um etwas Gedenkzeit, um Euer Angebot zu überdenken. Nehmt solange meine Gastfreundschaft an!"

"Selbstverständlich. Ein oder zwei Tage kann ich sicher warten." Niko nickt freundlich lächelnd. "Sollte Euch nach einer gemütlichen Partie Schach sein, so stehe ich zur Verfügung." Er dreht sich um, um zu gehen, hält aber dann noch mal kurz inne.
"Sagt, habt ihr als zusätzlichen Anreiz Interesse an einem Fläschchen mit heilenden Substanzen darin? Ihr als Königin habt sicher dafür Verwendung und wenn es dabei um die Heilung eines Eurer treuesten Ritter gehen sollte, sollte jemand mal in einer Schlacht lebensgefährlich verwundet werden.
Wenn ja, so sagt es mir. Ich setze es auf meine Angebotsliste oben drauf." Niko lächelt freundlich und wohlwollend. "Einen schönen Tag noch, Mylady."
Nun dreht er sich endgültig um und geht.

Niko wird in das beste, luxuriöseste Gästequartier gebracht und man tischt ihm Unmengen von Wildbret auf. Kurz, man zeigt ihm, dass es Lorraine an nichts mangelt.
Am Abend fordert Lorraine ihn zu einer Partie Schach heraus. Selbstverständlich wird nebenbei Konversation betrieben... Als das Gespräch aufs Thema Familie zu sprechen kommt, erzählt Lorraine, dass ihre Mutter im Kindbett starb und sie also nur ihren Vater hatte, der schließlich von dem abscheulichen Nachbarn Joyce ermordet wurde. "Ihr ward ja gar nicht dabei, als Sir Tarrik ihn besiegt hat..." es folgt eine ausführliche Schilderung des Zweikampfes... "was für ein Verlust Tarriks Dahinscheiden doch für diese Welt ist, und was für ein Gewinn für das Himmelreich..." bla, bla, bla, Bund Aquanox, bla bla, Dracos ungewöhnliches Talent als Barde - Niko als Empath fällt auf, dass die Königin Draco ziemlich heiß finden. Seltsam, fast alle Frauen scheinen auf Künstler zu stehen.
Nikolas ist bei dem Gespräch voll dabei und erzählt auch von seiner Familie... bla bla bla, Vater ein großer Arzt in Griechenland (Stephanos Xenophanis) und Mutter eine gute Rechtsgelehrte (Anastasia Xenophanis) bla bla bla...
Niko lässt unterschwellig ankommen, dass er dieses Geschäft für uns beide sehr lukrativ finden würde, während Lorraine unterschwellig andeutet, dass der ideelle Wert von Krone und Zepter schon sehr hoch sind.

Am nächsten Tag kümmert sich Lorraine erstmal um ihre Regierungsgeschäfte. Am Abend essen Lorraine und Niko zusammen - wieder reichlich - und kommen schließlich aufs geschäftliche zu sprechen.
Lorraine betont noch mal den ideellen Wert von Krone und Zepter, deutet noch mal unterschwellig darauf hin was sie gestern von ihrem Vater erzählt hat, und macht dann ihren Vorschlag:
Für das Richtschwert: neues magisch verstärktes Schwert nach Eurem Vorschlag
Für die Krone: neue Krone + ein magischer Gegenstand (z.B. den Heiltrank, von dem ihr gesprochen habt)
Für das Zepter: neues Zepter + ein weiterer magischer Gegenstand
Lorraine lächelt ihr charmantestes Lächeln und wartet auf Nikos Antwort.
Nikolas lächelt zurück: "Verehrte Königin, der Heiltrank den ich Euch biete kann ein Leben retten, vor dem sicheren Tode. Ich denke, dass dies doch sicher mehr wert sein dürfte, als die ideellen Werte der Krone und des Zepters. Ich bin mir sicher, dass diese Dinge für Euch von großem Wert sind, aber ihr müsst doch zugeben, dass dieser Vorschlag von Euch sicher nur ein Eröffnungsangebot war.
Ich biete Euch für alles zusammen, ein Schwert nach Maß für Euch hergestellt. Ich werde einen Meisterschmied unseres Bundes zu euch schicken, auf dass er die Waffe nach perfektem Maße für Euch fertigen kann. Es soll ein Schmuckstück von großem finanziellem Werte werden und in einigen Jahren auch ein Zeichen für Euer Adelsgeschlecht werden. Ich werde diese Waffe dann mit meinen Fähigkeiten verzaubern. Diese Waffe wird in Euren Händen und in den Eurer Nachkommen eine mächtige sein, nicht nur zum führen von Kriegen!
Zudem gebe ich Euch noch einen Heiltrank wie gesagt. Dieser kann vielleicht auch Euer Leben retten, sollte ein Attentat Eurer Feinde auf euch verübt werden. Soweit ich weiß sind Eure Feinde noch am Leben. Niemand weiß was sie vorhaben...
Über dieses Maß hinaus ersetze ich Euch dann noch die Krone, das Richtschwert und das Zepter mit Dingen selbiger Art. Diese werden aber beeindruckender sein als diese, welche ihr jetzt besitzt. Sie werden Euren stand hervorheben. Das Schwert, welches ich für Euch fertigen lasse, wird extra gemacht werden. Das Richtschwert hat mit diesem nichts zu tun.

1 magisches Prunkschwert
1 Richtschwert
1 feierliche Krone passend zum Schwert
1 herrschaftliches Zepter passend zu Schwert und Krone
1 Heiltrank, welcher Leben retten kann

für:
1 Krone
1 Richtschwert
1 Zepter"

Mit begeistertem Gesichtsausdruck, als würde er sich darüber sehr freuen, meint Niko zu Sweeny: "Ihr macht ein sehr gutes Geschäft, wie ich finde, wenn ihr diesen Handel mit mir eingeht."

Nikolas steht freundlich lächelnd da und wartet auf Sweeny's Reaktion. Seine empathischen Fähigkeiten sagen ihm, dass es sich in der Tat um ein Eröffnungsangebot gehandelt hat und dass Lorraine mit deinem Angebot durchaus zufrieden ist, selbst wenn sie sich doch sehr wundert dass Niko ihr fünf Sachen für drei Sachen geben willst, die noch dazu mehr wert sind. Als Menschenkennerin weiß sie natürlich, dass er nicht dumm ist, deswegen muss ihm, was immer er in Krone und Zepter und Richtschwert gefunden hast, viel Wert sein. Naja, es kann nie schaden sich mit Magiern gutzustellen, deswegen beschließt sie, auf den Vorschlag einzugehen.
"Werter Meister Nikolas Stephanos Xenophanis, ich denke, dass es sich um ein faires Angebot handelt, und das wir beide aus diesem Handel nutzen ziehen werden. Ich werde sofort einen entsprechenden Vertrag aufsetzen lassen."

"Ich freue mich, dass ihr mit meinem Angebot zufrieden seid“, erwidert Niko. Er will sich gerade abwenden, dreht sich dann aber nochmals um: "Entschuldigt, wenn ich euch um zwei Dinge bitte. Das erste ist... erzählt niemandem von unserem Geschäft. Das zweite, würdet ihr mir eine Erlaubnis ausstellen, dass ich die Burgen Eurer Ritter in eurem Reich ebenfalls besuchen dürfte für solcherlei Zwecke?" Niko lächelt erwartungsvoll.
Die Queen lächelt freundlich. "Selbstverständlich bleibt das unter uns. Aber sagt, schließt 'niemanden' auch Eure Magier Kollegen ein? Was die Burgen meiner Ritter angeht: ich werde Euch einen Brief mitgeben, der Euch als mein Verbündeter ausweist." Abschätzender Blick: "Am besten Wir geben Euch als einen Griechischen Gelehrten aus, der sich für Irische Kunst interessiert. Verhandeln müsst Ihr dann allerdings selber mit meinen Rittern."
"Zu freundlich von Euch. Das mit dem griechischen Gelehrten ist eine ausgezeichnete Idee." Erwidert Niko. "Das Stillschweigen schließt meine Mitmagier nicht ein, zumindest die von unserem Bund. Allerdings gehe ich davon aus, dass ihr nicht gerade mit dieser Information hausieren geht, sondern dies eher erwähnt, wenn das Thema angeschnitten werden sollte." Er lächelt amüsiert und freundschaftlich. "Dann werde ich wohl aufbrechen und alles erdenklich Nötige in die Wege leiten, sobald ich den Brief von Euch habe. Vielen Dank nochmals, verehrte Königin."

Fortsetzung folgt ...


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