Constantina Cardiavelli Ex Bonisagus


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Lebenslauf:

Constantina wurde 1178 als einziges Kind des Kaufmannes Paolo und dessen Frau Serafina Cardiavelli in dem kleinen Dorf Tróia im Osten von Italien (Apulien) geboren. Ihre Eltern hatten sich schon lange zuvor ein Kind gewünscht und liebten ihre Tochter daher über alles auf der Welt.

Als sie drei Jahre alt war, schenkten ihr ihre Eltern eine kleine Katze zum Geburtstag. Seltsamerweise wirkte das Tier in Constantinas Gegenwart immer total verstört und mied daher ihre Nähe. Auch andere Tiere wirkten von Constantina eingeschüchtert, was aber niemand verstehen konnte. Sie war doch noch so ein kleines harmloses Mädchen. Kurze Zeit später fing Constantina an, sich aus der Sicht ihrer Eltern ziemlich merkwürdig zu benehmen. Sie antwortete auf Fragen, die ihr niemand gestellt hatte, über welche sich ihre Eltern aber im jeweiligen Moment gerade Gedanken gemacht hatten. Zuerst achtete keiner darauf. Ihre Eltern dachten, sie würde einfach nur irgendwas vor sich herplappern, wie es für kleine Kinder nicht verwunderlich ist. Als sich diese Vorkommnisse aber mehrten und sogar bei fremden Leuten, welche nicht zu ihrer Familie gehörten, auftrat, entschlossen sich ihre Eltern, ihr Heimatdorf zu verlassen. Sie wollten verhindern, dass jemandem dieses Verhalten auffällt und Constantina wohlmöglich als Hexe bezeichnet wird. Um ihre geliebte Tochter zu schützen, zog ihre Familie ungefähr 50 km westlich nach Trinitápoli. Da dort niemand die Familie kannte, konnten Paolo und Serafina ihre Tochter geheim halten. Sie versteckten sie in einem Zimmer im oberen Geschoss ihres Hauses. Constantinas Zimmer hatte nur ein Fenster, welches so hoch war, dass sie es nicht erreichen konnte, das Zimmer aber dennoch ausgeleuchtet war. Damit sich das inzwischen 4,5jährige Mädchen nicht langweilte, besorgten ihre Eltern Bücher. Da Constantina den ganzen Tag nichts zu tun hatte, brachte sie sich im Laufe der Zeit selbst lesen bei und verschlang ein Buch nach dem anderen. Sie entwickelte sich zu einem richtigen Bücherwurm. Des Nachts erlaubten ihr ihre Eltern an das Fenster im Erdgeschoss zu gehen, um etwas von der Welt um sich herum zu sehen. Hin und wieder wurde sie von nachts herumstreunenden Leuten schemenhaft am Fenster stehend gesehen. Da alle der Meinung waren, dass Paolo und Serafina keine Kinder hätten, entstand im Laufe der Zeit eine Legende von einem geisterhaften Mädchen, welches des Nachts am Fenster der Cardiavellis erschien.

Dieses Gerücht erreichte 1186 Pergo Ex Bonisagus, welcher gerade in Italien auf der Suche nach einem Lehrling war. Interessiert an dem Wahrheitsgrad dieser Geistergeschichten beobachtete er nachts das Fenster der Cardiavellis, bis plötzlich das kleine Mädchen erschien. Mit Hilfe eines Intellego Vim - Zaubers erkannte er bei dem Kind eine deutliche magische Aura und sah sich am Ziel seiner Suche. Am kommenden Tag besuchte er Constantinas Eltern und "überzeugte" diese, dass ihre Tochter in seiner Obhut ein glückliches und sicheres Leben führen würde. Daraufhin kehrte er zusammen mit Constantina zurück zu seinem Bund in La Rochelle im Westen Frankreichs. Gewohnt, abgeschieden von anderen aufzuwachsen, zog sich Constantina oft zurück und mied die anderen Bundmitglieder. Besonders wohl fühlte sie sich in der Bund Bibliothek, in welcher sie tagelang sitzen und Bücher verschlingen konnte. Ihr Meister freute sich darüber, eine sehr gelehrige Schülerin gefunden zu haben und behandelte sie wie eine Tochter. Außer dem Kontakt zu Pergo Ex Bonisagus freundete sich Constantina lediglich noch mit dem Grog Balduin an. Dieser achtete stets darauf, dass Constantina in Büchern versunken nicht vergaß, in regelmäßigen Abständen etwas zu essen und sorgte sich auch ansonsten um ihr Wohl. Alle anderen Bundmitglieder mied Constantina. Um seine fertig ausgebildete Schülerin an das normale Leben außerhalb des Bundes zu gewöhnen, schickte Pergo Constantina 1201 zusammen mit Balduin und 4 weiteren Grogs auf Erkundungsreise. Sie bekam die Aufgabe, den Hintergrund besorgniserregender Gerüchte über eine dämonische Zerstörung von Lyon zu überprüfen. Um die Reise für die frische Magierin angenehmer zu gestalten, gab er ihr eine Kutsche mit. Auf ihrer Reise nach Lyon traf Constantina auf die anderen Jungmagier des Bund Aquanox, was der Beginn noch vieler Abenteuer sein sollte.

Erscheinung:

Constantina hat ein typisch italienisches Aussehen. Ihre langen, glatten und schwarzen Haare passen gut zu ihrem leicht gebräunten Teint. Zudem hat sie dunkle Augen und einen zierlichen Körperbau. Am auffälligsten an ihrem Auftreten ist die männliche Gestalt (ihr Schildgrog Balduin), welcher nie von ihrer Seite weicht.

Charakter:

Ruhig und menschenscheu - so wird Constantina von den meisten gesehen. Aufgrund ihrer sehr zurückgezogenen Jugend meidet sie große Menschenmengen. Viel wohler fühlt sie sich in ihren ruhigen Kammern, wobei lediglich Balduin, welcher für sie mehr als nur ein Freund ist, willkommen ist. Dies heißt aber nicht, dass sie Angst vor Menschen hat. Viel mehr findet sie Menschen interessant und nähert sich ihnen mit Neugier. Oft fragt sie sich, wie nichtmagisch begabte Menschen leben. Anstatt diese aber mit Fragen zu löchern, nutzt sie ihre magischen Talente, um deren Gedanken und Unterhaltungen zu durchforsten. Sehr energisch kann Constantina werden, wenn man ihre geliebten Bücher nicht mit dem gehörigen Respekt behandelt. Schließlich waren diese für den größten Teil ihres Lebens das einzige Tor zur Außenwelt und ihre einzige Informationsquelle. Eine weitere Eigenschaft von Constantina besteht darin, dass sie, wenn sie nicht gerade beim Lesen die Zeit vergisst, sehr viel Schlaf benötigt. In den Jahren, in denen sie in ihrem Zimmer eingeschlossen aufgewachsen ist, hat sie sich angewöhnt, lange auszuschlafen. Diese Gewohnheit kann sie sich nicht mehr abgewöhnen.




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